Hotel und Villa

Ein Glasgang verbindet den Ramsauhof mit der Villa, verbindet damit gleichzeitig Tradition und Moderne. 1889 wurde die Villa Ramsauhof errichtet und beherbergte bereits um 1900 „Sommerfrischler“ aus der Stadt. Damals war es für Bürgerliche chic, ein bis zwei Monate des Sommers in einem angenehmen und milden Klima zu verbringen. Seit diesen Tagen ist die Villa Zufluchtsort und Heimat für Gäste aus aller Welt.

Kultur in Form von Lesungen und Konzerte und Vorträge wird in einem angenehmen Ambiente genossen. Lounge und Bar erinnern an ein großes, ruhiges Wohnzimmer wo es sich gemütlich lesen, Tee oder Kaffee trinken und plaudern lässt.

Geschichte und G'schichten

Der Ramsauhof wurde von 1887 bis 1890 im damaligen Stile einer "Schweizer Villa" erbaut. Angeblich war es ein Geschenk des Dichters Theodor Fontane für seine Geliebte, Gräfin Doris von Reichart.
Die Gräfin verkaufte aber die Villa Ramsauhof bereits 1892 an Ihre Freundin Rosina Kramer. Enkelin des damaligen Stadtmedikus von Wien.

Rosina Kramer und ihre Schwestern Auguste und Hermine waren sehr gebildet, sprachen Latein, Englisch und Französisch und gehörten zur "Wiener Gesellschaft". Durch die Kontakte der Schwestern wurde die Villa bereits ab Anfang an gut vermietet, vorwiegend an Akademiker, die besonders im Winter die frische und sauber Luft genossen. Das Foto zeigt die "Winterfrischler" in der klassischen Urlaubsposition. Im Liegestuhl, eingewickelt in dicke Lodendecken, und bei einer Tasse Tee oder Kaffee über Gott und die Welt plaudernd.

Elektrifiziert wurde der Ramsauhof in den Jahren 1933/34. Die Baukosten und die wirtschaftliche Situation belasteten den Ramsauhof schwer, und so sollte die Villa 1934 versteigert werden. Ein Formalfehler verhinderte aber die Versteigerung. Während der Kriegsjahre wurde der Ramsauhof, besonders das Inventar, schwer in Mitleidenschaft gezogen.

1954 erbte Erika Protiwenski, damalige Volksschullehrerin in Ramsau, die Villa und renovierte mittels Kredit den Ramsauhof. Mit fließendem Warm- und Kaltwasser erstand der Ramsauhof wieder Ruf und Atmosphäre.

1963 verkaufte Frau Protiwenski aus beruflichen und familären Gründen an Robert Simonlehner, vlg. Feistererhof, die Villa Ramsauhof. Die Villa wurde seit damals einige Male um- und ausgebaut. Dabei wurde immer großer Bedacht auf die Bausubstanz genommen. Die Auszeichnung "Geramb-Dankzeichen für gutes Bauen" vom Heimatschutz Steiermark erhielt die Familie Simonlehner für die sanfte Renovierung im Jahre 1992.